Adressenfang am Messestand

Kontakte schaden nur dem Unternehmen, welches keine Kontakte hat. Diesem Sinnspruch zufolge nehmen viele Aussteller gezielt an Messen teil, um neben der direkten Werbung oder Produktvorstellung auch Kontakte zu knüpfen. Ob es sich hierbei um Kunden- oder Lieferantendaten handelt, hängt von der jeweiligen Firma und der Zielsetzung ab. Fakt ist, dass viele Geschäfte nicht während, sondern erst nach der Messe abgeschlossen werden. Dementsprechend wichtig ist es, möglichst viele gute Kontakte herzustellen. Für diesen Zweck stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Beliebt sind, vor allem im B2B-Bereich (Business to Business), spezielle Tauschaktionen. Ein oft praktiziertes Prinzip ist der Tausch von Visitenkarten gegen einen Gutschein. Wie dieser Gutschein aussieht, ist dabei gar nicht so wichtig. Meist werden Essensgutscheine oder Gutscheine für Getränke etc. ausgegeben, wenn dafür eine Visitenkarte hinterlassen wird. Ob diese am Messestand gesammelten Adressdaten qualitativ hochwertig sind oder nicht, entscheidet sich in der Regel erst später. Diese hängt vor allem von der Qualität der Messebesucher ab. Ein positiver Effekt wird in jedem Fall erreicht: Die meisten Messebesucher, die einen solchen Tausch vollzogen haben, behalten den Aussteller in guter Erinnerung.

Auch Gewinnspiele sind sehr beliebt und gelten als Klassiker bei der Generierung von Adressbeständen. Hier füllt der Messebesucher eine Karte aus und wirft diese dann am Messestand in eine Sammelbox ein. Oftmals werden hier sehr attraktive Preise ausgelobt. Im Gegenzug erklären sich die Teilnehmer dazu bereit, ihre Daten für weitere Marketingzwecke zur Verfügung zu stellen. Ob die so gesammelten Daten von hoher Güte sind oder nicht, wird im Wesentlichen durch zwei Faktoren beeinflusst: einerseits durch die Themenbreite der Messe und andererseits durch den angebotenen Preis. Es gilt: Je breiter die angesprochene Masse auf den Preis anschlägt, desto geringer wird für gewöhnlich die Qualität der gesammelten Adressen ausfallen. Speziell Nischenproduktanbieter tragen einen hohen Nutzen daraus, das eigene Produkt in eine Verlosung einfließen zu lassen. Der Vorteil dieses Nischenproduktes ist, dass beinahe ausschließlich die gewünschte Zielgruppe angesprochen wird.

Der einfachste Weg, um an hochwertige Adressdaten zu gelangen, ist und bleibt aber die freiwillige Anmeldung für so genannte Newsletter und auch Informationszusendungen. Durch diese Methode erhält man in erster Linie lediglich Kontaktdaten von wirklichen Interessenten, die ganz bewusst zusätzliche Informationen zur Produktlinien verlangen. Eine bessere Zielgruppe kann es nicht geben.

Grundsätzlich ist es egal, für welche Adressgenerierungsmethode man sich entscheidet. Es sollte auf jeden Fall die aktuelle Rechtslage im Bereich des Datenschutzes geprüft und beachtet werden und, sofern gegeben, die Teilnahmebedingungen entsprechend der Auflagen durch einen Anwalt verifizieren lassen.